Wichtige Informationen zur verantwortungsvollen Katzenhaltung
Die folgenden Hinweise entstehen aus langjähriger Erfahrung in der Aufzucht und Haltung von Katzen. Sie sollen helfen, die Verantwortung realistisch einzuschätzen. Katzen sind fühlende Lebewesen mit individuellen Entwicklungen – keine planbaren oder garantiert problemfreien Haustiere.
Transport
Autofahrten verlaufen meist problemlos. Jungtiere aus einem Wurf dürfen gemeinsam in einer ausreichend großen, ausbruchsicheren Transportbox reisen, da ihnen die Nähe vertraut ist. Erwachsene Katzen sollten getrennt transportiert werden, um Stress oder Konflikte zu vermeiden.
Zugluft sowie starke optische Reize während der Fahrt sind zu vermeiden. Eine teilweise Abdeckung der Box vermittelt Sicherheit.
Ankunft im neuen Zuhause
Ein Kätzchen sollte zunächst nur einen Raum kennenlernen. Die Box wird geöffnet, das Tier bestimmt selbst den Zeitpunkt des Herauskommens. Futter, Wasser und Toilette werden gezeigt, dann braucht das Tier vor allem Ruhe.
Verstecken ist ein normales Verhalten zur Stressverarbeitung. Bedrängen oder Hochnehmen gegen den Willen des Tieres erschwert die Eingewöhnung.
Eingewöhnung & Zusammenführungen
Jede Katze hat ihr eigenes Tempo. Manche sind sofort neugierig, andere vorsichtig. Beides ist normal.
Erst wenn das neue Tier angekommen ist, sollten Begegnungen mit vorhandenen Tieren stattfinden.
Bei Vergesellschaftungen treffen unterschiedliche Charaktere, Reviere und auch Immunsysteme aufeinander. Reaktionen lassen sich nie vollständig vorhersagen. Geduld, Rückzugsmöglichkeiten und eine schrittweise Annäherung sind entscheidend.
Katzen sind soziale Tiere. Weder Mensch noch Hund können dauerhaft einen Artgenossen ersetzen.
Kinder und Katzen
Katzen sind keine Spielzeuge. Kinder müssen lernen, Rückzugsorte zu respektieren und das Tier nicht im Schlaf oder gegen seinen Willen festzuhalten.
Die Aufsichtspflicht liegt immer bei den Eltern.
Biss- und Kratzverletzungen
Katzenbisse können sich durch bakterielle Keime stark entzünden. Wunden sollten sofort gereinigt und ärztlich kontrolliert werden. Auch Verletzungen zwischen Tieren sollten tierärztlich beurteilt werden.
Wohnungssicherheit
Katzen bewegen sich selbstverständlich auch in der Höhe. Absturzgefahren (Fenster, Balkon, Treppen, hohe Möbel) müssen individuell abgesichert werden.
Gekippte Fenster stellen ein erhebliches Verletzungsrisiko dar. Balkone sind nur mit geeigneter Sicherung gefahrlos nutzbar.
Gefahrenquellen im Haushalt
Besonders riskant sind:
Fäden, Schnüre, Gummibänder
kleine Gegenstände
giftige Pflanzen und Düngerwasser
Reinigungsmittel, Medikamente, Zigarettenreste
Kabel
Verschluckte Fremdkörper können lebensbedrohliche Darmverschlüsse verursachen. Bei Erbrechen, Schmerzen oder Apathie ist sofort tierärztliche Hilfe nötig.
Ernährung
Hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil ist wichtig. Futterumstellungen erfolgen langsam.
Wasser muss jederzeit frisch zur Verfügung stehen; Glas- oder Keramiknäpfe werden häufig besser angenommen. Auch werden Trinkbrunnen meist gerne angenommen.
Zusätze oder Vitaminpräparate sollten nur nach tierärztlicher Empfehlung gegeben werden.
Katzentoilette
Sauberkeit ist entscheidend. Größe, Anzahl und Standort der Toiletten sollten der Katzenzahl und den Vorlieben angepasst werden. Stark parfümierte Streu oder zu grobe wird oft gemieden.
Pflege
Regelmäßiges Bürsten dient Gewöhnung und Kontrolle. Baden, Duftstoffe oder parfümierte Produkte sind für Katzen unangenehm und unnötig.
Alltag & Lebensplanung
Katzen passen sich an Tagesrhythmen an. Berufstätigkeit ist möglich, wenn Sozialkontakt zu Artgenossen besteht und die Umgebung sicher gestaltet ist.
Urlaub, Krankheit oder Notfälle erfordern eine verlässliche Betreuung, über die man sich schon im Vorfeld Gedanken machen sollte.
Ist Katzenhaltung laut Mietvertrag erlaubt?
Tierärztliche Versorgung
Ein kompetenter Tierarzt sollte vor Einzug gewählt werden. Impfungen, Parasitenkontrollen und Kastration gehören zur verantwortungsvollen Haltung. Auch sollte man vorab recherchieren, wohin man sich bei unerwartrten Notfällen wenden kann.
Gesundheit & biologische Zusammenhänge
Trotz sorgfältiger Aufzucht können bei Lebewesen niemals alle späteren Entwicklungen ausgeschlossen werden. Der Gesundheitszustand beim Auszug beschreibt den aktuellen symptomfreien Eindruck.
Viele Erreger können symptomlos vorhanden sein. Ob und wann sich daraus eine Erkrankung entwickelt, hängt von individuellen Faktoren wie Immunsystem, Stressbelastung und Umgebungseinflüssen ab und ist nicht vollständig kontrollierbar.
Bei Zusammenführung mit anderen Tieren treffen unterschiedliche Keimwelten aufeinander, wodurch in beide Richtungen gesundheitliche Reaktionen möglich sind.
FIP
FIP entsteht durch eine Mutation eines weit verbreiteten Coronavirus. Ob diese Mutation eintritt, ist wissenschaftlich nicht vorhersagbar und weder durch Zucht noch Haltung sicher beeinflussbar. Bei Verdacht ist sofort tierärztliche Abklärung notwendig. Früher war FIP tödlich. Inzwischen gibt es Therapiemöglichkeiten.
Parasiten
Entwurmungen reduzieren Parasitenstadien zum Zeitpunkt der Behandlung, bieten jedoch keinen dauerhaften Schutz vor Neubefall.
Kastration
Die Kastration dient der Gesundheitsvorsorge und Verhaltensstabilität und verhindert ungeplanten Nachwuchs. Der Zeitpunkt sollte individuell tierärztlich abgestimmt werden. Zum Kastrationstermin muss eine Katze vollkommen gesund sein.
Rauchen
Tabakrauch belastet Atemwege und Immunsystem von Katzen. In Katzenhaushalten sollte daher nicht geraucht werden. Auch den Tabakgeruch an Händen und Kleidung empfinden Katzen als unangenehm.
Erziehung
Unerwünschtes Verhalten wird am besten durch Management, Umlenkung und attraktive Alternativen beeinflusst. Gewalt oder Einschüchterung sind inakzeptabel.
Die Realität der Katzenhaltung
Katzen machen Schmutz, verlieren Haare, machen Geräusche, können Möbel beschädigen, verursachen Kosten und bringen auch emotionale Belastungen mit sich.
Wer sich für eine Katze entscheidet, übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen mit eigenem Wesen und eigener Entwicklung – nicht für ein garantiert problemloses Haustier.
Formales
Stammbaum
Zum Zeitpunkt des Auszugs kann sich der Stammbaum Ihres Kätzchens noch in Bearbeitung beim Katzenverein Leverkusen e.V. befinden. In diesem Fall wird das Originaldokument schnellstmöglich nach Erhalt per Post nachgesendet.
Bei Liebhabertieren (nicht zur Zucht) enthält der Stammbaum einen entsprechenden Vermerk, dass das Tier vereinbarungsgemäß von der Zucht ausgeschlossen ist.
Impfpass
Der Impfpass wird bei der Abgabe zusammen mit dem Kätzchen ausgehändigt. Darin sind alle bisher durchgeführten Impfungen sowie die Microchipnummer dokumentiert.
Kastrationsbestätigung
Wird ein Liebhabertier unkastriert abgegeben, verpflichtet sich der neue Besitzer vertraglich zur Kastration innerhalb des vereinbarten Zeitraums.
Die erfolgte Kastration ist durch Zusendung einer vom Tierarzt unterschriebenen Kastrationsbestätigung unter Angabe der Chipnummer nachzuweisen.
Anderenfalls wird ein vertraglich festgelegter, deutlicher Aufpreis fällig.
Aufgrund von vertraglichen Vereinbarungen mit der Zucht "vom Wolfsee"
ist der Verkauf von Tinkerbells Nachkommen an andere Züchter komplett ausgeschlossen.
Kaufvertrag
Der Kaufvertrag wird bei Abholung und Bezahlung des Kätzchens gemeinsam besprochen und von beiden Parteien unterzeichnet.
Er regelt alle wichtigen Punkte wie Gesundheitszustand bei Übergabe, Zucht-/Liebhaberstatus, Kastrationsvereinbarung sowie Rechte und Pflichten beider Seiten.
Preis
Der Preis für ein Liebhabertier beträgt ??? (steht noch nicht fest)